Garmisch-Partenkirchen

Die Stadt ist in aller Munde - bei denen, die sich dem Wintersport verschrieben haben und bei denen, die sie der wunderschönen Landschaft wegen besuchen, in die sie eingebettet liegt.

Dabei ist sie gar keine Stadt, sondern eine Gemeinde, offiziell ein Markt bzw eine Marktgemeinde und Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, liegt in unmittelbarer Nähe. Den größten Glanz jedoch verleiht die Vierschanzentournee dem Ort. Seit 1952 ist er eine der vier Austragungsstätten und traditionell am Neujahrstag dreht sich alles um Garmisch-Partenkirchen. Die Große Olympiaschanze befindet sich direkt neben dem Gudiberg, der gleichen Namens als Skipiste weithin bekannt ist und südlich des Partenkirchener Ortszentrums liegt. Bereits bei den Olympischen Spielen 1936 wurden dort die ersten alpinen Wettkämpfe ausgetragen - sozusagen mitten in der Stadt. Damals waren die beiden Gemeinden Garmisch und Partenkirchen schon mehr oder weniger in den Köpfen ihrer Bewohner miteinander verbunden, und im Vorfeld der Olympiade wurde der Zusammenschluss juristisch untermauert.

Der wirtschaftliche Aufschwung begann allerdings viel früher. Im 19. Jahrhundert fanden Künstler Gefallen an dem idyllischen Loisachtal. Sommergäste kamen - mit ihnen die Bahn. Die erste Station hatte übrigens bereits damals mit dem Doppelnamen ein Zeichen gesetzt. In und um Garmisch-Partenkirchen erweiterten sich die Beherbergungsmöglichkeiten schnell. Heute ist es kein Problem, eine Pension oder ein Hotel in der Gegend zu finden, wenngleich diese fast immer ausgebucht sind. Private Vermietungen werden gleichfalls in großer Zahl angeboten. Wer also die Alpine Skiweltmeisterschaft 2011 hautnah erleben möchte, der sollte mit seiner Planung nicht warten. Und dass eine Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 vorliegt, ist kein Geheimnis.

Doch auch im Sommer hat diese Marktgemeinde sehr viel zu bieten. Der Reiz der Landschaft, die zu beschreiben ein Poet nicht müde wird, den Maler versuchten einzufangen, der besungen wird und dem sich das Auge fassungslos gegenübersieht - all das macht Garmisch-Partenkirchen auch ohne Schnee reizvoll.

Besonders aussichtsreich - im wahrsten Sinne des Wortes - ist eine Fahrt mit der Zugspitzbahn. Oben angekommen, lädt das Hochplateau zu einem Spaziergang oder einer ausgedehnten Wanderung ein. Unvergessliche Eindrücke wird ein Naturliebhaber auch mitnehmen, wenn er die Partnachklamm erlebt hat. Dieses einmalige Geotop, ein Naturdenkmal von außergewöhnlicher Schönheit, ist zu jeder Jahreszeit begehbar. Gleichsam beschaulich ist ein Abstecher in die Alte Pfarrkirche St. Martin im Ortsteil Garmisch. Sie wird heutzutage wegen ihrer gotischen Wandmalereien sehr gern besucht. Und wer sich mit einem Sterne gekrönten Hotel in Garmisch-Partenkirchen finanziell übernommen hat, der kann seine Urlaubskasse ja in der Spielbank des Ortes aufbessern.